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«Du hast dich über
unsere Wunden gebeugt und uns geheilt, indem du uns eine Medizin
gegeben hast, die stärker ist als unsere Wunden, eine Barmherzigkeit,
die größer ist als unsere Schuld. So hat auch die Sünde
kraft Deiner unbesiegbaren Liebe dazu gedient, uns zum göttlichen
Leben zu erheben».
Aus einer
Präfation der Ambrosianischen Liturgie
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Jesus wendet sich uns zu, er begegnet
uns, indem er uns eine einzige Frage stellt: Nicht «was hast
du getan?», sondern «liebst du mich?». Es bedarf
einer unendlichen Kraft, um diese Barmherzigkeit zu sein. Diese
unendliche Kraft ist es, durch die wir uns verändern, Freude
schöpfen, und zwar in dieser irdischen Welt, in der Zeit und
dem Raum, die uns zum Leben gegeben sind, mit dem Verlauf der Jahre,
mögen es nun wenige oder viele sein. Denn ein Mensch, der
sich seiner ganzen Begrenztheit bewusst ist, ist froh angesichts
der Verkündigung dieser Barmherzigkeit: Jesus ist Barmherzigkeit.
Er ist vom Vater gesandt, um uns damit vertraut zu machen, dass
das Wesen Gottes als höchste Eigenschaft für den Menschen
die Barmherzigkeit hat.
Luigi Giussani
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