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Pressemitteilung
Pressebüro von CL
Mailand, 15. Sept. 2006
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Im Zusammenhang mit den Angriffen auf Papst Benedikt XVI. von
seiten islamischer Exponenten hat Julián Carrón,
Präsident der Fraternität von Gemeinschaft und Befreiung,
folgende Erklärung verbreiten lassen:
«Bezüglich der Anschuldigungen gegen Benedikt XVI.
sind drei Dinge evident:
1) Der Papst wollte keineswegs die islamischen Gläubigen
beleidigen, sondern alle zu einem korrekten Gebrauch der Vernunft
einladen.
2) Der Papst ist sich einiger extremer Aspekte der Angelegenheiten
des Islam bewußt, die als geschichtliche Wahrheiten vor
aller Augen sind.
3) Es gibt eine Intoleranz gegenüber friedlicher Kritik,
die unerträglich ist, sowohl was die vorgefaßten Positionen
gewisser islamischer Exponenten, als auch was die Indifferenz
und die Oberflächlichkeit vieler westlicher Kommentatoren
betrifft.
Wir stehen zum Papst. Mit der Aussage „vernunftwidrig
zu handeln ist dem Wesen Gottes zuwider“ sagt Benedikt
XVI. etwas Wahres, das für jeden gilt, angefangen bei uns
Christen.
Diese Position des Papstes ermöglicht eine authentische
religiöse Erfahrung für jeden Menschen und erlaubt
eine friedliche Begegnung. Es geht nicht um einen Zusammenprall
der Kulturen, sondern um die elementare Erfahrung der `Armen
im Geist´ jeder Religion: diese leben eine vernünftige
Beziehung mit Gott ausgehend von den Bedürfnissen nach Wahrheit,
Schönheit, Gerechtigkeit und Glück, die es im Herzen
jedes Menschen gibt, und gerade deshalb können sie nicht
den gewaltsamen Entartungen jener folgen, die im Namen einer
Ideologie auf die Vernunft verzichten, ob im Westen oder wo auch
immer.»
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