cl Luigi Giussani

Gemeinschaft und Befreiung

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Die Diktatur unserer Zeit – der Relativismus

Flugblatt zur Ausstellung "Die Weiße Rose. Gesichter einer Freundschaft"

27.3.2006

Warum setzen Menschen im Zeichen der Weißen Rose ihr Leben aufs Spiel?
Wir denken an fanatische Rebellen, an Helden, an Überflieger. Nein, es sind Studenten wie wir. Sie nutzen die Zeit an der Universität. Sie gehen dem Leben und der Welt auf den Grund. „Ich will weit gehen, soweit als möglich, auf den Bahnen der Vernunft“ sagt einer der Protagonisten der Weißen Rose.
Angezogen von der Schönheit des Lebens, der Literatur und der Kunst, von Sport und Natur treffen sich Studenten der Münchner Universität, und sie werden Freunde. Das Ziel ist das Eindringen in die Tiefe der Wirklichkeit. Vor der Wahrheit des Lebens entdecken sie sich, die eigene ursprüngliche Persönlichkeit. „Mein ganzer Körper, jede Sehne, jede Ader sehnt sich nach Leben.“ (Hans Scholl)
Nicht einmal das totalitäre Hitlerregime kann das Aufblühen der inneren Freiheit zerstören. Auch wir, die Veranstalter der Ausstellung, leben eine Freundschaft, in der die innere Freiheit entsteht, genährt wird und sich entfaltet. Wir sind Freunde aus der Begegnung mit Christus, die uns lehrt, den Geschmack an den Dingen zu entdecken und uns in die ganze Wirklichkeit einführt.
Die größte Gefahr unserer Zeit ist weder eine staatliche Diktatur noch der geplante Terrorismus sondern der Relativismus. Dieser toleriert kein großes Ideal. Er durchsickert uns im Namen der „political correctness“ und findet seine Vollendung im Nihilismus, der sich gegen das eigene Ich richtet. Die Folgen sind Einsamkeit, Isolierung, Angst, elegante Instrumentalisierung und zerstörerische Gewalt im akzeptierten Gewand von Glanz und Glamour.
Wir wollen durch die Ausstellung zeigen, dass jeder gerufen ist, Protagonist seines Lebens zu sein, im ständigen Vergleich mit dem eigenen Herzen. „Gerade und frei, auch wenn es schwer ist.“ (Robert Scholl, Vater von Hans und Sophie Scholl).
Durch die Ausstellung sagen wir mit dem Gründer der Weißen Rose: „Von dem Kreis, welchen ich hier zusammengebracht habe, wirst Du schon gehört haben. Du würdest Deine Freude an diesen Gesichtern haben, wenn Du sie sehen könntest. Alle Kraft, die man dort verschwendet, fließt unvermindert wieder zurück ins eigene Herz.“

Flugblatt in PDF Version

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