cl Luigi Giussani

Gemeinschaft und Befreiung

ÖSTERREICH
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DAS ERDBEBEN IN HAITI

Unser Leben gehört einem Anderen

„Die Unvermeidlichkeit ist das klärendste Synonym dafür, dass uns all dies nicht gehört, vor allem all das, aus dem alles entspringt: Unser Leben gehört einem Anderen.
In diesem Sinne versteht man auch, warum das Leben des Menschen dramatisch ist: Würde es aber nicht einem Anderen gehören, so wäre es tragisch. Die Tragödie ist, wenn eine Konstruktion in sich zusammenbricht und alle Steine, Marmorteile und Gemäuer einbrechen. Alles im Leben wird zu nichts, es ist dazu bestimmt, ins Nichts zu zerfallen. Denn all das, was wir in der Vergangenheit gelebt haben, was wir bis vor einer Stunde, bis vor fünf Minuten gelebt haben, gibt es nicht mehr. Von all dem, was eine Gestalt, eine Bauform hatte, existiert nichts mehr. Und das ist tragisch. Die Tragödie ist das Nichts als Ausblick, das Nichts, das Nichts von all dem, was ist.
Gehört aber alles einem Anderen, zu etwas anderem, dann ist das Leben des Menschen dramatisch und nicht tragisch. Ich anerkenne, dass ich Dir gehöre, ich anerkenne, dass die Zeit nicht mein war, dass sie nicht mir gehörte, so wie die Zeit bis heute nicht mir gehört, sie gehört mir nicht. Nimm, oh Herr, mein Leben, ich akzeptiere, dass es nicht mir gehört, ich anerkenne, dass es nicht mir gehört, ich akzeptiere, dass es nicht mir gehört.
Derjenige, der unsere Zeit besitzt, starb für uns, er zeigt sich vor unseren Augen und unserem Herzen – als ein Ort, wo unsere Bestimmung geliebt wird, wo unser Glück geliebt wird. Es wird so sehr geliebt, dass Derjenige, der die Zeit besitzt, für unsere Zeit stirbt. Der Herr, der, dem die Zeit gehört, ist gut“.

(L. Giussani aus dem Buch "Kann man so leben?")

„Denken wir in diesen Tagen an die geliebte Bevölkerung in Haiti und beten wir inständig für sie. Ich ermutige den Einsatz aller karitativen Organisationen, die sich um den immensen Hilfsbedarf dieses Landes kümmern. Ich bete für die Verletzten, für die Obdachlosen, für alle, die auf tragische Weise das Leben verloren haben.“

(Benedikt XVI., Angelus vom 17. Januar 2010)


Die Gewissheit dieser Zugehörigkeit ist das Fundament unserer Hoffnung, und so empfinden wir das Drama unserer Mitmenschen in Haiti als unser eigenes Drama.

Die AVSI hat vor einigen Tagen ein Nothilfeprojekt gestartet, dass die Versorgung von etwa 10.000 Menschen mit Gegenständen des täglichen Bedarfs wie Zelten, Matratzen, Decken und Kochgegenständen vorsieht. Außerdem wird eine Aufnahmestelle insbesondere für Kinder und schwangere Frauen eingerichtet. Das Vorhaben ist über einen Zeitraum von sechs Monaten angelegt und erfordert 285.000 Euro.

20. Jänner 2010, Gemeinschaft und Befreiung

Spenden an AVSI können mit dem Verwendungszwek “Haiti” an folgendes Konto übermittelt werden:
IBAN IT 68 Z0351201614000000005000
BIC (Swift code) ARTIITM2 (Credito Artigiano - Sede Milano Stelline, Corso Magenta 59)

 

  LAST UPDATE 02.02.2010  WEBMASTER